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Theater Dreamteam konnte sein neues Stück „die Nudel-Pest“ trotz Lockdown auf die Bühne bringen

Letztes Jahr im Sommer, nach dem ersten Lockdown, hatten wir – das Team vom Dreamteam – vier Probe-Wochenenden. In denen sammelten wir Stichpunkte, improvisierten und spielten in Kleingruppen. So entstand das Stück „Die Nudel-Pest, eine pandemische Komödie“. Unsere Erfahrungen und Berichte über die Zeit des Lockdowns waren die Grundlagen dafür. Wir durften uns unsere eigenen Rollen überlegen und im Spiel aus- probieren.

In dem Stück gibt es verschiedene parallele Handlungsstränge. So treten immer die gleichen Schauspieler in der gleichen Kleingruppe auf. Ganz Pandemiegerecht. Im Winter während des nächsten Lockdowns schrieb Jürgen Erdmann den offiziellen Text. Vor Weihnachten bekamen wir ihn mit der Post. Nun sollten bzw. konnten wir den Text daheim üben.

Aber daheim alleine üben ist sehr schwer. Als ich in Quarantäne mit meiner Freundin sein musste, nutzte ich die Zeit zum Üben. Einige probten viele Wochen einzeln mit Linda (FSJlerin des BZ), andere mit Elisabeth (unser „best Girl“) und einige übten als Kleingruppe über das Internet. Was für ein Glück, dass Elisabeth so aushalf!

Mein Gefühl war, dass die geplanten Aufführungen nicht stattfinden dürfen. Doch die Corona-Zahlen gingen weiter zurück. Aber es blieb bis zum letzten Moment spannend. Erst eine Woche vor den geplanten Auftritten erfuhren wir, dass wir wirklich auf- treten durften. Ich habe mich riesig gefreut. Wir waren das erste Theater in Nürnberg, das aufgetreten ist.

Es war ein langes Pokerspiel, das zum Glück gut ausging. Nur mit der Werbung war es auf die Schnelle schwierig. Es fanden nun auch fünf Auftritte statt wie sonst drei nacheinander statt. Denn es durften ja nun viel weniger Personen ins Theater als früher. Doch es hat geklappt und alle Vorstellungen waren ausverkauft.

Zum Glück konnten wir die drei Wochen davor schon live proben. Das war sehr anstrengend. Wir übten immer nur in den gleichen Kleingruppen.

Jede Kleingruppe hatte dabei auch ihre eigene Garderobe. Wir durften auch nicht mehr zusammen essen, sondern saßen immer weit aus- einander oder aßen nur nacheinander. Und wir mussten immer eine Maske tragen, außer auf der Bühne.

Auch bei dem Stück spielen wir immer mit Abstand. Ich bin eine der drei Viren. Wir Viren sind immer auf der Suche nach dem nächsten Wirt. Das Leben eines Virus’ ist wirklich anstrengend!
Unsere Kostüme wurden von Wolfgang Zeilinger entworfen. Sie wurden aus Yoga-Matten gemacht. Leider mussten Sigi, Linda und Elisabeth sie nach jedem Auftritt flicken.

Das Stück war ein großer Erfolg. Es gab jedes Mal begeisterten Applaus. Aber wir mussten immer darauf achten, dass zum Verbeugen nie mehr als zehn Personen auf der Bühne waren.
Im Dezember sind nun die nächsten Aufführungen in der Kulturwerkstatt auf AEG und einmal in Bamberg geplant. Mal sehen, ob Corona es zulässt. Ich bin optimistisch. Schaut Euch unser Stück „Die Nudel-Pest“ an. Es lohnt sich! Olgierd Rogozinski

Die nächsten Termine: Mo. 5. Mai bis So. 8. Mai 2022, jeweils 19:30 Uhr (So. event. 16 Uhr) in der Nürnberger Kulturwerkstatt Auf AEG (Fürther Str. 244d)

Vormerkung unter Kurs Nr. 25000

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